Well Well Well

Lebenssinn

Wozu den Sinn des Lebens finden?

Was hat die Menschheit nicht alles schon unternommen um ihn zu finden. Welch Machtstrukturen global gründen gar alleinig auf der unbewiesenen Behauptung, ihn zu kennen. Und um wieviel Prozent wären die Arbeitslosenquoten weltweit höher, wäre er bereits gefunden und all die social media content creator um ihn herum wären ohne Tun.

Der Sinn des Lebens.

Das ist mal ne Anfrage, oder? Ne Nummer kleiner ist nicht drin, kann das sein? Natürlich kann es das, denn es beginnt ja damit, dass Leben an sich selbst also schon mal ein Sinn untergeschoben und damit vorausgesetzt wird, ansonsten wäre es ja Sinn-los. Das sollte an sich kein Problem sein, doch menschliches Denken verlangt stets nach Woher und Wohin, Wieso und Wozu sowie Weshalb und Wodurch. Also darf Leben gar nicht einfach nur Sein sein. Das verkraftet der humanoide Denkaparillo nicht so ganz. Notfalls werden unsichtbare, unbewiesene und dadurch einfach omnipotente Gestalten erdacht, denn lieber das als gar keinen Sinn. So schlimm steht es um des Menschens Denken wenn er diese Frage nicht stellen darf. Er fände keinen Grund sonst, dass alles sei wie es ist, wenn es doch keinen Sinn dahinter hätte.

Wirklich? Ist es nicht viel kleingeistiger um uns bestellt?

Es geht doch nicht wirklich um das WARUM, es geht uns doch in Wahrheit nach gut menschlicher Manier darum, mal einen Blick drauf zu werfen ob das überhaupt so stimmt. Ob das schon gut genug gemacht ist. Ob da nicht noch was besser gegangen wäre. Ob das überhaupt berechtigt ist. Und erst wenn es diese Prüfung überstanden hätte, wären wir zufrieden. Wir würden wohl nicht komplett und geschlossen zustimmen oder widersprechen, doch wir würden es hinnehmen. Annehmen würde eine Alternative beinhalten die de facto dann nicht mehr existent wäre und somit kämen wir über hinnehmen nicht hinaus. Doch zeigt es wohl auf anschaulichste Weise, was uns auf anderen Ebenen auch gezeigt wird: der Mensch wäre also gar nicht fähig einfach zu leben um des Lebens willen und daraus eine Welt zu formen. Denn der kleine Geist der so verzweifelt lieber Fantasiegestalten Rechte auf Erden einräumt als dass er eine Nichtbeantwortung der Frage akzeptierte, japst reflexhaft nach Regeln, Gesetzen, Grenzen und Strafen. Als sei dies eine Exklusivität von Machtzentren, putzig. Jedes Muttertier mit seinem Nachwuchs bringt das aufs Tableau, von Beginn an.

Also, wozu nochmal genau war jetzt der Sinn des Lebens so wichtig? Ach ja, weil wir sonst zu blöd wären ein gutes, gerechtes, faires Leben mit allen zu führen.

Na, dann haben wir die Höllen die wir aus den Himmeln auf die Erde zauberten vielleicht schon ordentlich verdient. Hosianna!